1zu1 KYOCERA

Der Kopierer als Inbegriff der Eintönigkeit, Prototyp der Repetition. Ein Kopierer arbeitet immer gleich. Die Vorlage wird mit Licht abgetastet, das Papier aus dem Papierfach gezogen, mit Toner bedruckt und ausgeworfen. Auf die immergleiche Art fertigt der Kopierer stets das gleiche: Kopien, Dinge also, die sich über ihre Ähnlichkeitsbeziehung (Gleichheit) zum kopierten Original definieren. Der Kopierer produziert aber nicht nur Repetition auf repetitive Weise, er verlangt auch dem, der ihn benutzt, eintöniges repetitives Handeln ab: das zu kopierende Objekt auf den Kopierer legen, den Start-Knopf drücken, das Objekt und die Kopie aus dem Kopierer entfernen.

In der Informationsgesellschaft ist die Archivierung von zentraler Bedeutung. Es kann nur auf Informationen zugegriffen werden, die zuvor in der einen oder anderen Weise gespeichert d.h. archiviert wurden. Speicherung bzw. Archivierung geht immer mit Abstraktion einher. Die digitale Archivierung abstrahiert von analogen zu digitalen Daten. Der Schritt vom klassischen Büro zum papierlosen Büro ist derselbe Abstraktionsschritt. Die Fotokopie eines räumlichen Objekts auf dem Kopierer ist eine Projektion im analogen Raum, sie ist direkt sinnlich erfahr- und erlebbar, greifbar. Der Fotokopierer ist der Prototyp der archivierenden Maschine.

Der Rückzugsort eigene Wohnung als Raum der Entspannung, aber auch als Ort der Freizeitgestaltung und Unterhaltung steht im Kontrast zum Arbeitsraum, wo in erster Linie die stetige Wiederholung derselben Tätigkeiten das Erleben charakterisiert.

 

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

Proudly powered by WordPress
Theme: Esquire by Matthew Buchanan.